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Wir verbinden die Generation 65+ mit unseren Jugendlichen! Da in diesem Jahr keine Weihnachtsfeier möglich ist, wird eine kleine Gabe zu unseren Seniorinnen und Senioren nach Hause geliefert. Ein Zeichen - wir denken an Sie und sind miteinander verbunden.
Wir wünschen eine gesegnete Adventszeit!

Konzentration beim Falten der Briefe durch die Schülerinnen und Schüler der Religionsklasse
Im Kirchgemeindehaus Heerbrugg sah es aus wie im Hauptquartier des Samichlaus

(Fotos: lö)

In der wunderbar geschmückten katholischen Kirche feierten Pfarrer Josef Benz und Pfarrerin Manuela Schäfer mit der Gemeinde. Sie machten Mut, auch in der schwierigen Situation auf das zu schauen, wofür man dankbar sein kann.

Der Kinderchor "Rägeboge" unter der Leitung von Isabell Fässler gestaltete den Gottesdienst mit frohen Klängen mit. (ms)

Die Freude über das Abschiedsgeschenk war gross

Rund 250 Personen haben Ronald Kasper nach 20-jähriger Seelsorgetätigkeit in der reformierten Kirchgemeinde Berneck-Au-Heerbrugg in die Pension verabschiedet. Ronald Kasper hat die Kirchgemeinde stark geprägt. Das zeigte auch die grosse Teilnehmerzahl am Abschiedsgottesdienst: Die Kirche genügte bei weitem nicht – es musste auch der Kirchgemeindesaal geöffnet werden, um alle Teilnehmenden aufnehmen zu können. Eine Zahl, welche die Wertschätzung des Seelsorgers deutlich zeigte.

Der speziellen Situation angepasst trugen die Gäste Masken

Ein Teilnehmer fasste Ronald Kaspers Wirken „rheintalisch“ zusammen: „Dr Kasper hets eifach huerä guät gmacht.“ Das hat auch der rheinaufwärts gewanderte Seelsorger verstanden, der Zeit seines Wirkens den Basler nie verleugnet hat, aber trotzdem im Rheintal richtig heimisch geworden ist. „Im Konfunterricht ist beim Kasper immer etwas Baslerisches eingeflossen“, hat eine Konfirmandin kürzlich festgestellt.

Pfarrer mit Wurzeln und Flügeln
Kirchenpräsident Armin Bartl hat diese Erkenntnisse in seiner Laudatio zusammengefasst: „Ronald hat von seinen Eltern zwei wichtige Dinge mit auf den Lebensweg bekommen: Wurzeln, um Halt zu haben, und Flügel, um ins Rheintal zu fliegen.“ Die Kirchgemeinde hat von diesen beiden Gaben reichlich profitiert.
Bartl: „Er ist ein Rheintaler geworden mit Basler Wurzeln.“ Ronald Kasper habe es hervorragend verstanden, die christliche Botschaft verständlich, aber auch eindringlich zu vermitteln und mit feinem Humor zu würzen. Die Kirchgemeinde und ihre Mitglieder hätten von Ronald Kasper als Seelsorger sehr viel mit auf den Weg bekommen; und er sei für viele Menschen ein verständnisvoller und geduldiger Begleiter in schwierigen Lebensphasen gewesen, der die Leidenden mit grosser Empathie (mit-)getragen habe.

Ronald Kasper und Armin Bartl enthüllen das Geschenk, eine kettengesägte Holzskulptur

Eine Holzskulptur als Dank und Erinnerung
Armin Bartl dankte Ronald Kasper für den grossen Einsatz, den er während rund zwanzig Jahren für die Kirchgemeinde geleistet habe. Als Anerkennung dieser grossen Arbeit verabschiedete die Kirchgemeinde den Seelsorger mit einer kettengesägten Skulptur von Markus Löliger aus Berneck. Bartl und Kasper enthüllten die Skulptur gemeinsam. Der spontane Ausspruch des Geehrten: An dieser Skulptur stimmt wirklich alles, selbst meine Haltung gibt sie getreu wieder.“
Den herzlichen Dank und Präsente konnte Ronald Kasper auch von der Kantonalkirche entgegennehmen, deren Grüsse Manuela Schäfer überbrachte, sowie von katholischer Seite, die mit Kasper hervorragend
zusammenarbeiten konnte, und von den reformierten Nachbarkirchgemeinden, die viele Aktivitäten gemeinsam stemmen. Zur Erinnerung: Ronald Kasper war immer ein Verfechter der Zusammenarbeit und auch der Ökumene, die er besonders pflegte.

In 2000 Predigten die Bibel ausgelegt
Der scheidende Seelsorger blieb sich auch bei seiner letzten Predigt als Amtsträger treu: Er habe immer wieder bewusst Themen aus der Bibel zur Auslegung ausgewählt, die die Frau zum Thema haben. Daran hielt er auch am Abschiedsgottesdienst fest: Im Zentrum seiner Predigt stand: „Jesus und die kananäische Frau“ im 15. Kapitel des Matthäus-Evangelium. Diese Geschichte hat Ronald Kasper lange beschäftigt, weil sie nicht zu unserem Bild von Jesus passen will. Jesus weist eine nicht christliche Frau ab, die Hilfe braucht. Mit einfachen, aber eindringlichen Worten überzeugt sie Jesus, dass er nicht nur für die „Auserwählten“ da ist, sondern für alle Menschen. Damit werden alle Grenzen aufgehoben; alle Menschen sind vor Gott gleich. Es heisst nicht mehr: Wer gehört dazu. Es gehören alle dazu!

Ronald Kasper hat in seinen 38 Berufsjahren im Rheintal (er war vor Heerbrugg Pfarrer in Eichberg) 2000 Mal in Predigten die Bibel ausgelegt. Ein stattliches Werk und eine beeindruckende intellektuelle Leistung.

Predigt inmitten der vereinigten Männerchöre Au-Berneck-Heerbrugg

Breite musikalische Begleitung
Den Abschiedsgottesdienst haben die Männerchöre Heerbrugg und Au-Berneck sowie der Kirchen- und Gospelchor und der Musikverein Heerbrugg musikalisch begleitet. Mit Engagement und viel Einfühlungsvermögen haben auch Sina Knaus als Beauftragte für populäre Musik und Organistin Ulrike Turwitt den Anlass mitgestaltet.
Mit einem gemütlichen Apéro und einem Imbiss mit Mah-Mee und kleinen Bratwürsten klang der Anlass aus. (lö)

v.l.n.r.: oben Philippe Waser, Alessandro Tobler, Noah Spirig, Pfr. Jens Mayer; Mitte: Sami Segmüller, Sarah Tiegel, Fabio Kuster, Carla Stieger, Mara Thür, Kevin Stüdli, Andrina Gantenbein, Yannik Röthlisberger, unten: Pfrin. Manuela Schäfer, Tina Schefer, Naemi Waldburger, Shana Walser, Lena Fiechter
 (Foto: Kurt Schwendener)

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden starteten am 6.September in Berneck in ihrem Festgottesdienst unter dem Motto «Ab in die Zukunft». In einer bunten Zusammenstellung präsentierten sie ihre Pläne, Träume und Hoffnungen in Gebeten, Texten und Liedern. Für den musikalischen Part war Popularmusikerin Sina Knaus zuständig. Einen Rückblick gab es mit den Kinderbildern der jungen Leute, und der Dank an ihre Familien mit einer Rose lag ihnen ebenfalls am Herzen. Die selbst verzierten Kerzen leuchteten ihnen in eine helle Zukunft unter Gottes Segen. Anschliessend feierte die Festgemeinde in der MZH Bünt weiter bei musikalischer Untermalung durch den Musikverein Konkordia Au und bei bester Bewirtung durch den Kirchenverein Berneck.

Foto; Markus Waser

Am 10. August gestalteten Pfrin. Manuela Schäfer und Seelsorger Reinhard Paulzen die Begrüssungsfeier an der OMR im Schulhaus Am Bach in Heerbrugg. Gott hilft uns offen sein, auch wenn wir nicht perfekt sind, lautete die Botschaft der Erzählung vom Wasserträger.

v.l.n.r. Pfr. Josef Benz, Nationalrätin Susanne Vinzenz-Stauffacher, Pfrin. Manuela Schäfer, Gemeindepräsident Bruno Seelos

Coronabedingt fand unsere regionale 1.Augustfeier in kleinem Rahmen statt. Die Behörden der politischen Gemeinde Berneck luden zu einer ökumenischen Feier ein. Das Zitat von Sören Kierkegaard "Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber leben muss man es vorwärts", sowie das Bibelwort "Unsere Heimat ist im Himmel" waren die Grundgedanken des gottesdienstlichen Teils. An der Orgel wirkte Stefan Hladik. Die Festansprache hielt Frau Ntionalrätin Susanne Vinzenz-Stauffacher, St. Gallen. Mit dem Schweizer-Psalm schloss die ökum. Feier zum Nationalfeiertag.
(aus: Pfarreiforum 9. Ausgabe September 2020, Regionalteil)

Präsident Armin Bartl (rechts) überreicht dem scheidenden Jugendpfarrer Jens Mayer einen Rucksack mit Inhalt. (Bild: lö)

Rund 80 Personen, darunter viele Jugendliche, haben Jens Mayer, den Jugendpfarrer der reformierten Kirchgemeinde Berneck-Au-Heerbrugg, verabschiedet. Er verlässt nach fünf Jahren erfolgreicher Tätigkeit Berneck-Au-Heerbrugg, um in Balgach das Pfarramt ganz zu übernehmen. Bisher war er dort zu 50 Prozent angestellt.

Der Abschiedsgottesdienst in der reformierten Kirche in Heerbrugg war von vielen Besonderheiten geprägt. Das begann schon beim Start: Auf einer Leinwand hiess es in grossen Buchstaben: Bitte Lächeln; und es folgte der Nachsatz: Wenn Freude das Leben bestimmen darf. Jens Mayer hatte den «Feierabend-Gottesdienst» in der Kirchgemeinde eingeführt. Sein Abschiedsgottesdienst sei jetzt halt ein «Feierabendgottesdienst am frühen Morgen», sagte Jens Mayer zu Beginn. Freude, Humor und viel Gesang prägten den Gottesdienst. Gesungen wurde – für einmal – stehend, weil so das Singen leichter falle, die Töne besser zur Geltung kämen und die Worte verständlicher seien. Mit einem Sketch stiegen die Pfarrerin Manuela Schäfer und Jens Mayer in das Thema ein. Die Szene spielte in einem mittelalterlichen Kloster, in einer Zeit also, da Freude und Lachen in den Klöstern und Kirchen als menschliche Schwäche noch verpönt waren. Sie endete mit einem Bibelzitat, wo bereits von Lachen die Rede ist.

«Ein guter Pfarrer und Organisator»
Kirchgemeindepräsident Armin Bartl würdigte Jens Mayer bei der Verabschiedung als fröhlichen Menschen, einsatzstarken Mitarbeiter und als guten Pfarrer, der die Jugendarbeit in der Kirchgemeinde in eine zeitgemässe Form gegossen und mit neuen Ideen vorangetrieben habe. Er habe immer und überall in der kirchlichen Arbeit tatkräftig angepackt und sei ein wertvolles Mitglied im Pfarrteam und in der Kirchenvorsteherschaft gewesen. In seinen Predigten habe er die Menschen zum Denken angeregt und ihnen viel mit auf den Lebensweg mitgegeben, sagte Armin Bartl. Er freue sich auch, dass Jens Mayer der Kirchgemeinde weiterhin in der regionalen Zusammenarbeit erhalten bleibe. Bartl überreichte Mayer als fleissiger Wanderer einen mit einem Stauberen-Gutschein und anderen nützlichen Dingen gefüllten Rucksack.

Pfarrerin Manuela Schäfer lobte Jens Mayer als Kollegen, der viel Neues ausprobiert habe und erfolgreich in der Jugendarbeit tätig gewesen sei. Er habe aber auch in allen anderen Bereichen kirchlicher Arbeit stark mitgetragen. Und wörtlich: «Jens ist ein Mann und Pfarrer mit Engagement und neuen Ideen sowie unkonventionellen Vorgehensweisen und spielerischen Zugängen zum Glauben.» Sein Motto habe immer gelautet: «Schön ist es auf der Welt zu sein», sagte Manuela Schäfer und stimmt das entsprechende Lied an, und die Gemeinde sang klangvoll mit. Es sei auch Jens Mayer gewesen, der die Konfirmandenlager in Berlin eingeführt und geprägt habe. Er kenne die deutsche Hauptstadt wie seine Westentasche, was den Jugendlichen immer wieder wertvolle Einblicke ermöglicht habe. Manuela Schäfer dankte Jens Mayer für «deinen hohen Einsatz für die Kirchgemeinde Berneck-Au-Heerbrugg.»

Berührender Abschied
Jens Mayer dankte herzlich für die Anerkennung, die er in seiner Arbeit erhalten habe. Er bleibe der Gemeinde als Religionslehrer erhalten und hoffe weiterhin auf gute Begegnungen mit Menschen aus der Kirchgemeinde. Die Gottesdienstbesuchenden spürten förmlich, dass der Abschied für Jens Mayer sehr berührend gewesen ist. Ein Apéro im Freien rundete den Anlass ab.
Den Gottesdienst musikalisch begleitet hatten neben den singenden Besucherinnen und Besuchern mit grossem Engagement und viel Einfühlungsvermögen Sina Knaus als Beauftragte für populäre Musik und Organistin Ulrike Turwitt. (lö)

Sabine Gritzner-Stoffers ist die neue Pfarrerin von Au-Heerbrugg

Die Pfarrwahlkommission hat nach einer intensiven Suche die 50-jährige Theologin einstimmig zur Anstellung vorgeschlagen. Sie konnte nach einem eingehenden Kennenlernprozess das aus Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern verschiedenen Alters und mit diversen Hintergründen bestehende Gremium positiv überzeugen. Die Kirchenvorsteherschaft hat diese Entscheidung bestätigt. Sabine Gritzner-Stoffers wird ihre Tätigkeit Anfang Oktober als Nachfolgerin von Ronald Kasper aufnehmen. Eine Wahl ist kirchenrechtlich erst nach einer zweijährigen Probezeit möglich.

Sabine Gritzner-Stoffers wohnt mit ihrem Ehemann in Bregenz und hat drei erwachsene Kinder. Bisher arbeitete sie als Religionslehrerin an verschiedenen Schulen im höheren Schulbereich in Bregenz. Seit einiger Zeit ist sie durch pfarramtliche Stellvertretungen mit dem Rheintal vertraut. An den Universitäten Wien und Berlin hat Sabine Gritzner-Stoffers Theologie studiert. Zudem ist sie diplomierte Sozialarbeiterin.
Am 18. Oktober wird Pfarrerin Gritzner-Stoffers in Heerbrugg ihren ersten offiziellen Gottesdienst mit der Gemeinde feiern. Die Kirchgemeinde heisst sie ganz herzlich willkommen. (ms)