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Der erste Kleinkinder Gottesdienst dieses Jahr fand am 24. März statt. Der blinde Bartimäus war unser Thema. Wir durften eine kleine Schar Kinder mit Begleitung in der evang. Kirche begrüssen. Durch tasten, horchen und fühlen, erfuhren die Kinder was es heisst, wenn man nichts sieht. Es war spannend den Kindern zuzusehen, wie sie einzelne Gegenstände ertasteten. Beim «Hörtest» wurden Geräusche aus dem Alltag gemacht z.B.: raschelnder Plastiksack, Münzen die auf den Boden fallen etc. die Kinder waren super, sie fanden bis auf das Fingerschnipsen alle Geräusche heraus. Auch ein z’Vieri durfte nicht fehlen. Sie durften ihre Hände in die Blackbox stecken und nochmals kleine Dinge des Alltags erspüren, oder beim Hörmemory ihr Gehör testen. Es war ein gelungener Nachmittag.

Am 09. Juni konnten wir den Gottesdienst zum Thema Pfingsten in der hl. Kreuz Kapelle durchführen. Sigrid Seitz hat uns bei der Geschichte unterstützt, da Manuela Schäfer beruflich verhindert war. Wir durften etwa 11 Kinder mit Begleitung in der hl. Kreuz Kapelle begrüssen. Wir haben mit einem Tuch und verschiedenen Utensilien die Geschichte von Pfingsten erzählt. Von den Jüngern im Haus und wie Jesus mitten unter ihnen weilte. Wie sie aus dem Haus herauskamen und die Geschichte Jesus des Erlösers in die Welt getragen haben. Danach gab es einen z’Vieri im Pfarrsaal, wo auch fleissig Tauben aus Pappteller gebastelt wurden..

Kurz vor den Herbstferien am 29. September feierten wir in der hl. Kreuz Kapelle mit ca.15 Kindern, unseren dritten Kleinkindergottesdienst zum Thema: Ein Engel für mich. Ein Engel hat es nicht immer leicht, er muss seine Augen überall haben, damit nichts geschieht. Manchmal sind auch die Engel abgelenkt oder unachtsam, dann können Unglücke passieren, so wie in der Geschichte. Manuela Schäfer hat uns 10 Jahre beim Kleinkinder Gottesdienst unterstützt, heute feierten wir das letzte Mal mit ihr. Sigrid Seitz kam zur musikalischen Begleitung. Es war ein sehr schöner und auch emotionaler Gottesdienst. Im Pfarrsaal durften die Kinder, nach einer Stärkung, kleine Schutzengel mit Namen kreieren und nach Hause nehmen oder verschenken.

Am 8. Dezember fand in der evangelischen Kirche der letzte Kleinkinder Gottesdienst des Jahres statt. Der kleine Weihnachtsmann hat uns in die Adventszeit begleitet. Der kleine Weihnachtsmann ist zu klein, um zu den Kinder in die Stadt zu fahren. Das können nur die Grossen, sie lachen ihn aus und vertrösten ihn auf‘s nächste Jahr. Die Tiere im Wald finden es nicht richtig, dass die Weihnachtsmänner nur zu den Kindern gehen. Der kleine Weihnachtsmann bekommt dies mit und will den Tieren eine Freude machen. Allerdings hat er keine Rentiere, um vor den Schlitten zu spannen. Er muss den Schlitten selber ziehen. Zum Glück ist der Wald nicht weit weg. Nach der Bescherung geht der kleine Weihnachtsmann wieder ins Dorf zurück. Er erzählt den Grossen von seinen Abenteuer. Sie sind beeindruckt und erklären ihn zum Weihnachtsmann der Tiere. Niemand ist zu klein ein Held zu sein. Im Haushalt helfen, kann auch heldenhaft sein. Im Lindenhaus gab es einen z’Vieri und Punsch. Die Kinder durften Sterne basteln, welche am Adventsfenster aufgehängt wurden oder mit nach Hause durften.

Danken möchten wir allen, die uns so großartig unterstützen, den Eltern und Grosseltern, die mit ihren Kindern zu uns kommen.

Einen grossen Dank gebührt auch Pfr. Josef Benz, welcher uns immer unterstützt und immer dabei ist, wenn es ihm die Zeit erlaubt.

Dieses Jahr gilt auch ein grosser Dank Pfrin. Manuela Schäfer, welche uns seit Herbst 2012 in 37 Gottesdiensten unterstützt hat. Das erste Thema war der hl. Gallus und mit den Engeln verabschiedeten wir sie.

Auch Sigrid Seitz gilt unser Dank, für die musikalische Unterstützung und Mitgestaltung in zwei Gottesdiensten.

Euer Vorbereitungsteam: Claudia Castellazzi, Manuela Schäfer und Alexandra Steiger

Das war die Herausforderung, die Reiseführerin Gundula (alias Jugendarbeiterin Sam de Keijzer) den 12 Jugendlichen stellte, welche sich für den Escapegame-Abend angemeldet hatten.

Die Geschichte:
Im Dezember herrscht Jahr für Jahr ein reger Touristenansturm auf die historische Stadt Betlehem. Um dem etwas entgegenzuwirken und so die Einwohner der Stadt etwas zu schonen, lassen die Reiseführer bloss noch Reisegruppen durch, die beweisen können, dass sie noch die wichtigen Aspekte der Weihnachtsgeschichte kennen.
Für die Reisegruppe der 12 Jugendlichen sollte dies kein Problem sein, da sie ja alle qualitativ hochstehenden Religionsunterricht besuchten, so vermutete Reiseführerin Gundula.

Die Aufgabe:
6 Schlösser galt es zu knacken. Diese verschlossen eine Box, welche den Freischein nach Betlehem sowie eine kleine Überraschung bereit hielt. Aber Achtung;
Für jedes Schloss galt es Rätsel zu lösen, Kombinationen zu setzen, Teile zu verbinden und im Team zusammen zu arbeiten. Und das alles im Wettlauf gegen die Zeit. 1 Stunde.

Es wurde getüftelt, alle Hirnzellen angestrengt.
Zu Adrenalin gesellte sich zwischenzeitlich Frust, nach einem "Ahaaa!" folgte manchmal ein "Hää?!"
Und tatsächlich! Obwohl es erst knapp zu werden schien, knackte die Gruppe alle Schlösser noch 2 Minuten vor Ablauf der Zeit und wurde mit Klaussäckli belohnt. Was für eine Erleichterung!

Reiseführerin Gundula verabschiedete sich und nach einer kleinen Reflektionsrunde des eben Geschehenen gingen alle ins wohlverdiente Wochenende.

Sechs unserer Konfirmand:innen hatten am Nachmittag des 26. November beim Adventsmarkt in Heerbrugg einen ihrer beiden für die Konfirmation erforderlichen Sozialeinsätze absolviert. Valerie, Danrico, Sven, Jan, Kevin und Loris halfen beim Kerzenziehen, einem langjährigen Angebot des Familientreffs  Heerbrugg. An der Kassa den Beitrag entgegennehmen, kunstvoll verzierte Kerzen sorgfältig verpacken, das Kühlwasser reinigen, Temperatur messen im flüssigen Bienenwachs oder beim Verzieren der gezogenen Kerzen helfen - es gab genug zu tun für unsere Jugendlichen 😊.

Um 17 und 18 Uhr gab es Besinnliches in der katholischen Kirche Heerbrugg: Reinhard Paulzen und Pfrin Sabine Gritzner-Stoffers trugen Impulse und Gedanken vor, das Panflötenensemble Nora & Farsad erfreute die Zuhörerschaft mit ihren Klängen.

Wer wollte, konnte Schönes erwerben oder einfach Kulinarisches oder die Geselligkeit miteinander geniessen. Herzlichen Dank unseren Konfirmand:innen für ihre Mithilfe und allen Mitwirkenden für den schönen Nachmittag!

Pfrin. Sabine Gritzner-Stoffers

Im Bild: Claudia Gächter, Pfrin. Sabine Gritzner-Stoffers und Fabienne Heeb vom Vorbereitungsteam mit Fachpersonen (Bild: ms)

Der Projekttag «Den 5 Weltreligionen auf der Spur» wurde in Zusammenarbeit von Primarschule Heerbrugg (vertreten durch Fabienne Heeb) und dem ökumenischen Team Au-Heerbrugg (PA Reinhard Paulzen, Marion Höpfner, Claudia Gächter, Martina Schläpfer, Pfrin. Sabine Gritzner-Stoffers) vorbereitet.

Ziel des Tages war es, den Schüler*innen der 4.-6. Primarschulklasse die Möglichkeit zu bieten, mit Gläubigen aus den fünf grossen Weltreligionen (Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum) ins Gespräch zu kommen. Im Vordergrund stand die persönliche Begegnung mit einem Vertreter, einer Vertreterin der jeweiligen Religion. Die Fachpersonen waren eingeladen, den Schüler*innen von Ihrer Religion zu erzählen, wie sie ihre Religionen verstehen und praktizieren, was ihnen an ihrem Glauben wichtig ist. Allgemeine Informationen über die jeweilige Weltreligion standen nicht im Vordergrund bzw. sollten nur in dem Masse angesprochen werden, als sie zum Verständnis der jeweils persönlichen Glaubenspraxis nötig waren. Dem Vorbereitungsteam war bewusst, dass es angesichts der religiösen und konfessionellen Vielfalt in der Region schlicht unmöglich ist, diese personell im Rahmen eines Vormittags abzubilden. Was jedoch möglich ist, ist die Begegnung mit einzelnen Menschen und dafür war im Rahmen unseres Projekttags Gelegenheit.

Nach einem gemeinsamen Beginn in der Turnhalle Reichenbünt machten sich die Schüler*innen in Kleingruppen auf den Weg zu den einzelnen Stationen der Weltreligionen (Turnhalle Reichenbünt, Schulhaus Blattacker, katholisches Pfarreiheim Heerbrugg, evangelisches Kirchgemeindehaus, Zentruum Heerbrugg), wo sie von den Fachpersonen erwartet wurden. Die Fachpersonen erzählten, zeigten Gegenstände ihrer Religion und die Kinder hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und auch das eine oder andere auszuprobieren (siehe Fotostrecke). Ein gemeinsames Mittagessen in der Turnhalle mit Köstlichkeiten aus aller Welt, vorbereitet von den Familien der Schüler*innen, bildete den Abschluss dieses schönen und lebendigen Vormittages.

Herzlichen Dank allen Mitwirkenden für die Vorbereitung des Projekttags, den Fachpersonen für ihr Kommen, den Familien für die Sorge um das leibliche Wohl und allen Beteiligten für das gelungene Miteinander in religiös-kultureller Vielfalt!

Pfrin. Sabine Gritzner-Stoffers

Irgendwann im November verabschiedet sich der Sommer endgültig. Nachdem die Natur in den Monaten September und Oktober noch einmal alles an Farben, Früchten und Gerüchen aufgeboten hat, wird es im November plötzlich ganz still in den Gärten, Wäldern und auf den Wiesen. Einzelne Blätter an Sträuchern und Bäumen trotzen noch dem Wind und den kühlen Temperaturen. Solange, bis auch sie nicht mehr die Kraft dazu haben und unbemerkt zu Boden sinken. Dann bettet sich die Natur zur Ruhe und verabschiedet sich für die Zeit des bevorstehenden Winters.
 
So wie in der Natur im November etwas zu Ende geht, geht im evangelischen und katholischen Festkalender in diesen Tagen das Kirchenjahr zu Ende (im Unterschied zur orthodoxen Kirche, für die das Kirchenjahr bereits im August endet). Aus diesem Grund erinnern sich evangelische und katholische Christinnen und Christen im November an ihre Verstorbenen: katholischerseits an Allerheiligen am 1. November, evangelischerseits am Ewigkeitssonntag, der in diesem Jahr auf den 20. November fällt. Das Sicherinnern an vertraute Menschen, die nicht mehr unter uns sind, weckt unterschiedliche Gefühle: Schmerz und Trauer, aber auch Freude und Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit. Viele Menschen besuchen die Gräber ihrer Lieben. Als Christinnen und Christen dürfen wir darauf vertrauen, dass Gottes Weg mit uns Menschen nicht an den Gräbern endet. Das meint der Name „Ewigkeitssonntag“. Er verweist uns auf Gottes Ewigkeit, die Dimension jenseits von Raum und Zeit, in der alles aufgehoben ist. Dieser Glaube kann trösten, wenn wir vertraute Menschen vermissen.
 
Das Beispiel der Natur, der Besuch des Friedhofs und der Gedanke an Gottes Ewigkeit können uns darüber hinaus an etwas erinnern, das uns manchmal gar nicht so recht ist: unsere eigene Vergänglichkeit. Sie gehört zu unserem Menschsein, auch wenn die Stimmen unserer Zeit - dass alles zu jedem Zeitpunkt machbar und verfügbar ist - uns vom Gegenteil überzeugen möchten. Sich der eigenen Vergänglichkeit bewusst zu sein, birgt trotz aller Ambivalenz eine grosse Chance: Nämlich das Wissen um den Wert unserer Lebenszeit. Unsere Lebenszeit ist so kostbar, weil sie begrenzt ist. Der stille Monat November lädt uns zu einem bewussten Umgang mit der uns geschenkten Zeit ein: Wir dürfen sie nutzen, gestalten und uns dankbar an ihr erfreuen.
 
Pfarrerin Sabine Gritzner-Stoffers

zuerst veröffentlicht am 11.11.22 im "Rheintaler"

Manuela Schäfer nimmt Abschied

Im Gottesdienst vom Dank-, Buss- und Bettag verabschiedete sich Pfarrerin Manuela Schäfer von der Kirchgemeinde Berneck-Au-Heerbrugg. Die Besucher des Gottesdienstes füllten die Kirchenbänke und alle verfügbaren Stühle in Erwartung eines gewohnt guten, knackigen, gehaltvollen, mit einer Prise Humor gewürzten Gottesdienstes – und sie wurden nicht endtäuscht.

Bereits in der Begrüssung ging die Pfarrerin auf die verschiedensten Lebensumstände ein, aus denen die Besucher in die Kirche kamen. Pfarrerin Sabine Gritzner-Stoffers trug Psalm 84 vor. Der Psalm ist überschrieben: Wie lieblich sind deine Wohnungen. Pfarrerin Manuela Schäfer nahm in ihrer Predigt einige wenige Episoden aus ihrer Wirkungszeit in der Kirchgemeinde auf. Und es gab nicht wenige denk-würdige Anlässe während ihren zwölf Amtsjahren. Alle aufzuzählen, würde jeden Rahmen sprengen. Aber ganz besonderes, behutsames Gewicht legte sie auf die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, die sie ganz auf ehrlicher Beziehung aufbaute, von der Beziehungsarbeit zu allen Menschen ganz zu schweigen. Von grosser Symbolkraft zeugte die Giesskanne, die sie einst von Fritigsträff-Kindern geschenkt bekommen hatte. Sie zog die gebrauchte, verwitterte und arg mitgenommene Plastik-Giesskanne hervor und erinnerte daran, dass nur dort, wo das Wasser heraustropft oder –fliesst, sie ihren Zweck erfüllt und dass mit vergossenem Wasser die Samen spriessen können.

Als Zeichen der ökumenischen Zusammenarbeit lasen Pastoralassistent Reinhard Paulzen und Prädikant Felix Indermaur die Fürbitten für den Staat und die Dörfer sowie für die scheidende Pfarrerin und die Kirchgemeinden. Die Abkündigung für ein verstorbenes Glied der Gemeinde liess sich Pfarrerin Manuela Schäfer nicht nehmen und leitete über zum gemeinsamen Gebet Unser Vater.

Der Vizedekan des Pfarrkapitels Rheintal, Lars Altenhölscher, überbrachte die Grüsse und den Dank der Kantonalkirche und seiner Pfarrkolleginnen und –kollegen. Zum Abschied sprach er Manuela Schäfer Gottes Segen zu.

Der Männerchor Au Berneck, begleitet von Harfe und Flöte, umrahmte mit passenden Liedern die Feier. Die Organistin Ulrike Turwitt liess Orgel und Klavier zum Gemeindegesang erklingen und schenkte den Besuchern zum Ausgang ein lüpfiges Appenzeller Tänzchen.

Alle Besucher des Gottesdienstes wurden vor und in der Mehrzweckhalle nun zum Apero eingeladen. Passend zur manchmal unkonventionellen Art begrüsste die Guggenmusik „Guggesuuser“ die Gäste mit ihren schrägen Tönen.

Die Gäste nahmen Platz an den festlich gedeckten Tischen in der MZH. Dort wurde ein feines Mah-Meh-Gericht aus der Ochsenküche von den flinken Helferinnen des Kirchenvereins serviert.  Anschliessend unterhielt der Kirchen- und Gospelchor Berneck-Au-Heerbrugg die Gäste und bedankte sich mit einem eigenen Lied bei Pfarrerin Manuela Schäfer. Armin Bartl als Präsident der Kirchgemeinde dankte der wegziehenden Pfarrerin in warmen Worten und übergab ihr das gewünschte Geschenk, nämlich den Rasenmäher des Pfarrhauses, verbunden mit etwas Wegzehrung in Form von Bernecker Wein. In der Folge trafen Gruss- und Dankbotschaften von den benachbarten Kirchgemeinden Balgach und Diepoldsau-Widnau-Kriessern, von den politischen Gemeinden Berneck und Au und von der Ortsgemeinde Berneck ein. Mit launigen Worten wandte sich der Vertreter der katholischen Kirchgemeinde Berneck, Herr Pfarrer Josef Benz an seine evangelische Kollegin, ihren Mann Josef und an die versammelten Gäste. Ganz ins Herz aller jedoch traf der Kinderchor „Rägeboga“. Die Kinder sangen und spielten und zu guter Letzt traten sie mit einem Lied auf, das ganz „ihrer“ Manuela gewidmet  war. Weggefährten vom Kirchenverein, des Frauenvereins, ehemalige Mitglieder der Kirchenvorsteherschaft und Familien aus der Gemeinde füllten mit symbolischen Beiträgen eine grosse Kiste und Manuela Schäfer kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Bis am späten Nachmittag nutzten viele Gäste die Gelegenheit, der scheidenden Pfarrerin und ihrer Familie ein herzliches Lebe-Wohl und ebenso ein ehrlich gemeintes „Auf Wiedersehen“ zu wünschen. (fi)

Im Rahmen der Schuleröffnung der Primarschule Berneck gaben die mitwirkenden Religionslehr- und Pfarrpersonen sowie die Jugendarbeiterinnen von reformierter und katholischer Seite bei der Feier der anwesenden Schulgemeinde viele gute Wünsche mit auf ihren Weg. Nach coronabedingter Pause hatten sich alle Klassen dieses Jahr wieder in der evangelischen Kirche versammelt. Auch viele Familien waren gekommen und nahmen am unvergesslichen Moment der Schüler teil. Mit einem Konfetti-Regen wurden die Schulanfänger besonders begrüsst und genossen die Aufmerksamkeit im Zentrum sowie das sicht- und spürbare Zeichen von Segenskraft, die nach lautem Knall sanft und goldig auf sie hinunter rieselte. 

Alle gingen anschliessend durch einen Vorhang in Regenbogenfarben hinaus ins neue Schuljahr und nahmen auch hier auf ihre je eigene Art und Weise den «Streichelsegen» mit, indem sie andächtig, fröhlich-forsch oder vorsichtig durch die bunten Bänder schritten. Mit den ausgeteilten Begrüssungs-Weggli waren alle nun bestens gestärkt und vorbereitet für die kommende Zeit. (ms)

Ein arbeitsfreier Tag, grillieren und Feuerwerk, war’s das mit dem 1. August? Wie viele andere Feiertage möchte ich ihn immer wieder mit Inhalt füllen, sonst verkommt er zur reinen Folklore. Ich nehme ihn zum Anlass, über Heimat nachdenken. Neu ist das nicht, es hat für mich aber je nach Lebenssituation neue Facetten. Heimat ist ein Thema, dass so abgegriffen sein und auch so missbraucht werden kann, dass man sich ihm nur persönlich nähern kann. Ist Heimat denn nun ein konkreter Ort auf der Landkarte oder ein inneres Gefühl?

Jemand sagt mir: „Für mich ist Heimat der Blick vom Kobel hinunter zur Kirche in der Au, über das Rheintal hinweg.“ Heimat, das sind Gerüche oder Geräusche– Grossmutters Sonntagsbraten, das Glockengeläut aus dem Kirchturm. Und nicht zuletzt hat Heimat auch etwas mit Menschen zu tun, die ich kenne, bei denen ich mich aufgehoben und akzeptiert fühle. „Heimat ist da, wo ich verstehe und verstanden werde“, sagt der Philosoph Karl Jaspers.

Manche Menschen fühlen sich wie entwurzelt, wenn sie den ihnen vertrauten Ort verlassen müssen. Dass kann durch einen Umzug sein oder durch Vertreibung und Flucht. Andere werden innerlich heimatlos, wenn sie sich unverstanden fühlen und mit den Umständen an dem Ort, an dem sie leben, nicht mehr zurechtkommen. Irgendwo einen Wohnsitz zu haben, heisst nicht automatisch auch eine Heimat zu haben. Und manchmal wird einem die eigene Heimat auch fremd. Heimat, die kann man offenbar verlieren und auch wieder finden, die kann man mitnehmen, und neu finden.

Die Bibel weiss ebenfalls vom Verlust der Heimat. Viele ihrer Gestalten, angefangen von Mose bis hin zu Jesus, mussten Vertrautes verlassen und neu anfangen. Zu grossen Teilen ist die Bibel kritisch gegenüber der irdischen Heimat, weil Menschen darüber ihre Heimat bei Gott vergessen können: „Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir,“ heisst es im Hebräerbrief. Und doch brauchen wir eine Heimat hier, mindestens eine für dieses Leben.

Weil dieses Gefühl der inneren Wärme und der äusseren Zuverlässigkeit von Heimat so viel wert ist, darf darum gerungen werden. Heimat ist eben so vielfältig, wie wir sie auch erleben: Sie ist in Kopf und Herz, in der Weite der Landschaft mit ihren Menschen und Gebäuden, den Traditionen und Bräuchen. Auch dafür ist der 1. August da: Um uns zu stärken für die Aufgaben, die uns anvertraut sind, für dieses Land und seine Menschen, in unseren Familien, in Vereinen, der Politik und in den Kirchen.

(Pfrin. Manuela Schäfer, Berneck)
Zuerst veröffentlicht im "Rheintaler" vom 30.07.2022

Detektiv spielen, sich im Minigolf beweisen und gemeinsam Spass haben.
Das wäre die Kurzfassung eines Tagesausfluges der Jugendarbeiterinnen mit 3 motivierten Jugendlichen.
Anstatt zu Beginn der Sommerferien 2 Tage in der Kirche zu übernachten wie zuerst geplant, ermittelten sie gemeinsam am Fall des Krimi-Trails in Altstätten.
Wer hat denn nun wirklich die goldene Nachtwächterkerze gestohlen? Alibiangaben, Fingerabdrücke und Sprachaufnahmen galt es zu finden, vergleichen und diskutieren.
Gut, dass die Minigolfanlage auf dem Weg von Hinweisen liegt, das verschafft eine kleine Denkpause.
Auch eine kleine Stärkung durfte natürlich nicht fehlen und so überführten sie dann am Nachmittag erfolgreich den Täter.
Das musste natürlich gebührend mit einem feinen Glacé gefeiert werden, bevor es dann müde und zufrieden wieder nachhause ging.